You do not currently have permission to view the full text for this document. Please sign in to an account with an active subscription or contact support.
Dieses Werk stellt den ersten umfassenden Bericht über die Lernpsychologie in deutscher Sprache dar. Foppa verarbeitet die Ergebnisse der — amerikanischen — verhaltenspsychologischen Forschung, die durch Tierexperimente in eindeutig definierten Situationen Grundformen der durch Reize bedingten Verhaltensänderungen aufzeigte. Die großen Systeme, die auf diesen Erkenntnissen aufbauten, wie die Theorien Hulls, Tolmans oder Mowrers lehnt er aber als voreilige Generalisierungen ab. Das Lernen als Verknüpfung von Reizen und Reaktionen, das Lernen von Überzeugungen, von Hoffnungen und Befürchtungen, all dies sind nach Foppa nur Sonderfälle des Lernens.
Daneben wird auch den Ergebnissen der deutschsprachigen Experimentalpsychologie, die unter dem Stichwort „Gedächtnis“ die Phänomene des Lernens, Erinnerns und Vergessens am Menschen untersuchte, breiter Raum gewidmet.
Es geht Foppa darum, den Leser vor allem mit den Fakten vertraut zu machen. Dabei ist der Autor der Ansicht, daß die aus der Enttäuschung über den Mißerfolg der umfassenden Theorien resultierende Zurückhaltung, die Neigung zu „Miniatursystemen“ wieder überwunden werden muß, auf die Gefahr eines neuen Fehlschlages hin.
Zwei Bereiche werden nahezu völlig ausgeklammert: Erstens die Ergebnisse der verhaltensphysiologischen (mit Ausnahme Pawlows), physiologischen und biochemischen Forschung. Wenngleich gerade hier in den letzten Jahren aufsehenerregende Befunde veröffentlicht wurden (z. B. Hydén, Eccles u. a.), so erfolgt die nicht weiter diskutierte Betonung der Eigenständigkeit psychologischer Methoden und die Beschränkung auf diese in einem einführenden, ersten Werk sicher zu Recht.
Den zweiten vernachlässigten Bereich bildet die Psychoanalyse. Hilgard z. B. würdigt die psychoanalytischen Beiträge zur Lernpsychologie in seinem Buch „Theories