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Das vorliegende Werk stellt eine Sammlung bereits publizierter Arbeiten von 39 Autoren aus den USA, England, Kanada, Holland und der Schweiz dar. Es ist in sechs thematische Kapitel gegliedert.
1. Die konditionierenden Verfahren als diagnostische Hilfen (z. B. zur Differentialdiagnose von psychogenen und somatogenen Beschwerden); 2. Erfolgskontrolle und Prognose; 3. Der Bedingte Reflex in der klinischen Forschung (z. B. konditionierte cerebrale Reaktionen bei normalen Personen und bei Patienten mit Erkrankungen des Zentralnervensystems, C. E. Wells; Die Konditionierung als Ursache der Asthma-Attacke, E. Decker und J. Groen); 4. Formen der Bedingten Aversions-Therapie (vorwiegend Aversions-Therapie bei Alkoholikern); 5. Nichtaversive Konditionierungs-Therapien (z. B. der Gebrauch von Lerntheorie in der psychologischen Behandlung von Kindern, J. G. White); 6. Therapeutische Techniken mit operativem (instrumentalem) Konditionieren.
Das Buch besitzt deshalb besonderen informativen Wert, weil es nicht nur über die verschiedenen Verhaltens-Therapieformen in den angelsächsischen Ländern, sondern auch über die Weiterentwicklung der von Pawlow begründeten Psychiatrie und Psychotherapie in der Sowjetunion berichtet. Vor allem sind hierbei die im Literaturverzeichnis angegebenen russischen — ins Englische übersetzten — Arbeiten hilfreich. Die Einleitung des Herausgebers unterrichtet in Kürze über die wissenschaftsgeschichtliche und methodische Entwicklung der Lehre vom Bedingten Reflex, die Weiterentwicklung in den Lerntheorien und den praktisch klinischen Gebrauch in den verschiedenen Formen der Verhaltenstherapie. Dabei berührt der sachliche Ton der reinen Berichterstattung sehr angenehm gegenüber dem manchmal sehr aggressiv antianalytischen Tenor einer Reihe von verhaltenstherapeutischen Autoren.