You do not currently have permission to view the full text for this document. Please sign in to an account with an active subscription or contact support.
In seinem einleitenden Referat zur Podiumsdiskussion über die Sublimierung, die vor mehreren Jahren beim Wintertreffen der Amerikanischen Psychoanalytischen Gesellschaft stattfand1, betonte Heinz Hartmann: „Ungeachtet der häufigen und allgemeinen Anwendung des Begriffes der Sublimierung und ungeachtet vieler Versuche, ihn eindeutig zu fassen, besteht doch kein Zweifel darüber, daß ein gewisses Maß von Unbehagen an einigen seiner Aspekte unter uns ziemlich verbreitet ist.“ Die Formulierungen von Hartmann und Kris sowie die Beiträge der anderen Diskussionsteilnehmer haben die Theorie der Sublimierung ein gutes Stück weitergebracht; mit dem Begriff der Neutralisierung wurde ein neues Verstehensniveau erreicht; aber wie alle bedeutenderen Beiträge zur Theorie haben auch diese zugleich weitere Probleme und Fragen aufgeworfen.
Wir fanden uns im Bemühen um eine Klassifizierung analytischen Materials aus der Behandlung von Kindern an der Hampstead-Klinik bald mit dem Problem der Einordnung von „Sublimierungen“ konfrontiert, für das sich einige recht anregende Lösungsmöglichkeiten anboten. Zur weiteren Klärung dieser Fragen wurde im Rahmen des Indexprojektes eine Forschungsgruppe mit der Untersuchung der Sublimierung betraut (Sublimation Research Group); die vorliegende Arbeit gibt nun einige der dort erarbeiteten vorläufigen Formulierungen und Hypothesen wieder. Unser Vorgehen war im Wesentlichen dasselbe wie in mehreren vorangehenden Index-Studien über psychoanalytische Begriffe2. Alles klinische Material, das sich (gemessen an einer umfangreichen Liste von Kriterien nach den Werken Freuds und nachfolgender Autoren) nur irgendwie als „Sublimierung“ etikettieren ließ, wurde durchgesehen, um auf diese Weise eine Grundlage für die Unterscheidung der Sublimierung von verwandten Phänomenen zu