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Der Verfasser, Psychologe und Mediziner, war einer der ersten akademisch vorgebildeten Gefängnisfürsorger in Deutschland. Das Buch erschien in erster Auflage im Jahre 1932 und liegt jetzt in einer Neubearbeitung vor. In dem Geleitwort schreibt Professor Sieverts, Hamburg, daß die zweite Auflage alle Vorzüge der ersten wahrt, jedoch an Lebensweisheit dazugewonnen hat.
Nach einigen kurzen, einführenden Vorbemerkungen folgen Kapitel über Persönlichkeit, das Gefühlsleben, Temperament und Charakter, Menschengruppen, die Sphäre, Reife und Unreife des Denkens, Reife und Unreife des Wollens, über den Jugendlichen und seine Probleme der Lebensreife, Kriminaltherapie, über die Tugenden der Sozialhelfer, Glaube und Jenseits, und im Schlußkapitel Zusammenfassung und Ausblick. Es folgt schließlich ein im Verhältnis zu dem umfangreichen Stoff recht spärlicher Literaturnachweis.
Vormerkungen können als Wegweiser in ein Buch gesehen werden, sie können uns auch einleitend mit der Denkwelt des Autors bekannt machen. Es lohnt bei diesem Buch, den Vorbemerkungen einige Aufmerksamkeit zu schenken. Da ist der erste Satz: „Vom seelischen Leben des Menschen soll in dieser Schrift die Rede sein, nicht eigentlich von dem, was Gelehrte darüber gedacht haben.“ Der Verfasser will sich als „Praktiker“ nicht gleich zu einem Anhänger irgendeiner Theorie machen lassen. So kommt denn auch im weiteren Werk die Theorie kaum an den Zug, „denn durch die Theoretiker werden, wie die Geschichte der Wissenschaft lehrt, zuweilen die Tatsachen des Lebens doch so zurechtgestutzt, daß es zwar gut in das eigene System, weniger gut aber zum vollen wirklichen Leben selber paßt.“ In dem Literaturhinweis zeigt sich zum Schluß erneut, wie wenig der Verfasser von Theorien hält, für einen Kriminalpsychologen leider besonders wenig. Dennoch nennt Reps das Buch „ein kleines Lehrbuch“, in dem allerdings Fachwörter weitgehendst vermieden werden oder durch Verdeutschung verständlich gemacht Werden. Diese Verdeutschung führt d