You do not currently have permission to view the full text for this document. Please sign in to an account with an active subscription or contact support.
Es handelt sich bei diesem Buch um eine Monographie in der Paperback-Reihe „Critical Issues in Psychology“, eine Quellenbuchserie für „Studenten der Psychologie“. Der Autor, Professor der Psychologie an der Ohio State-Universität, spricht jedoch alle an der Psychologie Interessierten an und hat zweifellos ein ausgezeichnetes
Werk geschaffen. Der Inhalt gliedert sich in zwei Teile. Im ersten Teil wird der Begriff Versagung als eine wissenschaftliche Hypothese herausgearbeitet, im zweiten Teil legt der Autor ausgewählte Lesestücke zum Thema vor. Die Bibliographie ist genügend umfangreich.
Das Buch läßt die Schwierigkeiten, die Bedeutung und den Nutzen der Verwendung gebräuchlicher Bezeichnungen in der Entwicklung der wissenschaftlichen Psychologie klar erkennen. Nachdem der Autor die experimentellen Arbeiten und die Theorien über Versagung (Rosenzweig, Miller und Maier und Ellen) besprochen hat, zeigt er, wie sich ein wissenschaftlich brauchbarer Begriff aus einer vorwissenschaftlichen Idee entwickelt. Der Umgangssprache entnommene Begriffe müssen für die Festlegung theoretischer und empirischer Begriffe neu definiert werden, denn „der Zweck der wissenschaftlichen Theorie besteht nicht darin, das oberflächliche Chaos der Natur zu wiederholen, sondern die spezifischen, grundlegenden Beziehungen innerhalb komplexer Situationen zu beschreiben“. Man könne „Versagung als etwas beschreiben, was einem Organismus angetan wird; man kann damit Beziehungsverhältnisse zwischen eine bestimmte Klasse von Vorbedingungen und einer Klasse sich daraus ergebender Verhaltensweisen erklären“.
Den Psychoanalytiker geht das Buch insofern an, als er daraus lernen kann, wie exaktere Definitionen von der Alltagssprache entnommenen Bezeichnungen sein Vokabular verändern und zu Begriffen führen können, die der wissenschaftlichen Fortentwicklung der Psychotherapie dienen.