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Trotz seiner Unzulänglichkeiten ist dieses Buch eine wertvolle Ergänzung der psychoanalytischen Literatur. In einer Reihe von Aufsätzen werden in dem Band Leben und Forschungsbeiträge von 40 Persönlichkeiten dargestellt, die eine mehr oder weniger entscheidende Rolle bei der Erweiterung und Entwicklung des ursprünglichen Werkes von Freud gespielt haben. Zwei zusätzliche Aufsätze geben einen historischen Überblick über die Psychoanalyse in England und in den USA.
Als Quelle biographischer Daten schließt das Werk eine Lücke auf einem Gebiet, das von der überragenden Gestalt eines einzigen Mannes beherrscht wurde. Dadurch wurde die Bedeutung einiger früher Anhänger Freuds oft in den Schatten gestellt. Demzufolge sind Vertreter jener ersten Generation der psychoanalytischen Pioniere (Pioniere der Psychoanalyse wäre ein treffenderer Ausdruck gewesen) heutigen Analytikern hauptsächlich bekannt als Namen in Verbindung mit gewissen theoretischen Formulierungen, als Autoren bekannter Bücher und Artikel oder als Wortführer in bestimmten berühmten psychoanalytischen Kontroversen. Die zweite Pioniergeneration — jene, die seit Ende des 1. Weltkrieges Bedeutung erlangte — ist von dieser gesichtslosen Anonymität nicht betroffen, denn diese Forscher waren oft vertraute Erscheinungen bei Fachversammlungen der Gegenwart und dienten vielen Psychoanalytikern der heutigen Generation als Analytiker und Lehrer.
Daß diese Aufsätze über die Vertreter der ersten Pioniergeneration oft undynamisch und leblos anmuten, liegt vielleicht z. T. daran, daß sie unserer Zeit schon relativ ferngerückt sind. Die Daten, Schauplätze und wichtigsten Fakten werden erwähnt, aber im Vergleich z. B. zu Ritvos warmem und poetischem Bild von Ernst Kris oder der lebendigen und irgendwie daumierhaften Darstellung Roheims von Weston la Barre vermitteln die Aufsätze über die ersten Psychoanalytiker so wenig von ihrer Persönlichkeit wie eine Dollarnote vom Bild Washingtons. Allgemein finden sich ausgeprägte Niveauunter