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Die Sammlung umfaßt 6 Aufsätze aus der ersten Hälfte dieses Jahrzehnts, die das fortschreitende Vordringen des Verfassers zu einer phänomenologischen Theorie des Befindens kennzeichnen: Über den menschlichen Raum; Über Paraesthesien; Über die Verschränkung von menschlicher Leiblichkeit und Körperlichkeit; Über das Verhältnis des Ichs zum eigenen Leib; Der sprachliche Ausdruck für unser Befinden; Über die Anamnese. Die erste und die vorletzte Arbeit werden dem Leser aus der Psyche in Erinnerung sein.
Alle Aufsätze gelten dem gleichen Thema: Der Natur des unreflektierten menschlichen Leiberlebens. Viele phänomenologische Anthropologen haben die neu gesehene Wirklichkeit des „anschaulichen Leibs“ zunächst im Gegensatz zum anatomisch-physiologisch definierten „Körper“ verstanden. Plügge geht darüber hinaus und belegt, daß der „Leib“ im unreflektierten Selbsterleben ein Phänomen ist, das auch dingartig „materiell“, „körperlich“ erfahren wird.
Von der phänomenologischen Methode geleitet, nimmt der Verfasser als klinischer Internist am wenig erforschten, veränderten Leiberleben innerlich Kranker Anteil. Die Paraesthesien und das Schweregefühl gelähmter Glieder, der lokalisierbare Schmerz, der generalisierte Juckreiz, die verschiedenen Arten krankhaften Mißbefindens, auch das Phantomerleben legen Zeugnis ab von der räumlichen und „substantiellen“ Anschauung des phänomenalen Leibs. Auf diese Weise erscheint „Körperhaftigkeit“