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Das „Entwicklungsprofil“, das Anna Freud in ihrer Arbeit „Die Beurteilung von Entwicklungsstörungen im Kindesalter“1 entworfen hat, ist in den letzten drei Jahren in der Hampstead Child-Therapy Clinic angewandt und diskutiert worden. Die vorliegende Arbeit gibt einen Überblick über die Modifikationen und die Entwicklung des Profils, die sich in diesen Jahren ergeben haben, und schließt an Dr. Nageras Artikel: „Das Entwicklungsprofil einige Betrachtungen über seine klinische Anwendung“2 an.
Wir sind den vielen Mitarbeitern und Ausbildungskandidaten der Kindertherapie-Abteilung, die an dieser Untersuchung einzeln oder in Gruppen mitgearbeitet haben, zu Dank verpflichtet. Das System der gleichzeitigen Teilnahme an verschiedenen Gruppen in der Klinik ermöglichte es der am Entwicklungsprofil arbeitenden Hauptgruppe, der Profil-Forschungsgruppe, das Material aller anderen Gruppen kritisch zu vergleichen.3
Die allgemeine Gestaltung des Entwicklungsprofils ist, abgesehen von einer wichtigen Ausnahme, unverändert geblieben. Diese Ausnahme ist die von Anna Freud vorgenommene Erweiterung von Abschnitt V C (Entwicklung der Gesamtpersönlichkeit).4
Da wir der Ansicht sind, daß die Entwicklungslinien von andern Gesichtspunkten ausgehen als die andern Abschnitte, werden sie jetzt gewöhnlich als Anhang nach Abschnitt VIII vor dem Abschnitt über die Diagnose eingesetzt. Es ist nicht überraschend, daß die allgemeine Einteilung fast unverändert geblieben ist, denn sie stützt sich auf psychoanalytische Voraussetzungen und Lehren, die sich in vielen Jahren bewährt haben. Ebensowenig überraschend war die Tatsache, daß bei der Anwendung des Profils an klinischem Material sehr verschiedener Art viele Fragen auftauchten.
Diese Fragen gehören zwei großen Kategorien an, nämlich erstens diejenigen, die sich auf Begriffe beziehen, die nicht hinreichend verstanden wurden, und zweitens diejenigen, die auftauchten, als man fand, daß das Profil in seiner gegenwärtigen Form ungeeignet oder unzu