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Den zehn Autoren der in diesem sehr bemerkenswerten Sammelband vorliegenden Arbeiten ist es voll und ganz gelungen, dem Titel des Buches gerecht zu werden. Der Leser gewinnt durchaus den Eindruck, daß die Verfasser „an der Arbeit“ sind, und darüber hinaus das Gefühl, mit dabei zu sein. Sie bieten daher vielen Kollegen, Studenten der Kinderanalyse sowie auch erfahrenen Kinderanalytikern, die durch die ständige emotionelle Anforderung der spannungsgeladenen Zweier-Situation oft recht einsam und manchmal auch ratlos sind, nicht nur eine interessante Lektüre, sondern auch eine echte Hilfe.
Wieso ist es der Herausgeberin, E. Geleerd, so gut gelungen, diesem Bedürfnis zu entsprechen? Wir entnehmen ihren einleitenden Bemerkungen, welche Überlegungen sie bewogen haben, an ihre Kollegen mit dem Ersuchen heranzutreten, spezifische Probleme in der Technik der Kinderanalyse darzustellen und einige Stunden wörtlich, in Form des Dialoges zwischen Kind und Analytiker, wiederzugeben. Geleerd verweist auf die Schwierigkeiten einer exakten Darstellung vollständiger Krankengeschichten: Die hohe Zahl der Stunden ergäbe ein zu umfassendes Material, Aufzeichnungen während der Arbeit sowie Tonbandaufnahmen störten die Beziehung und die nötige freie Aufmerksamkeit des Analytikers. Daher beschränken sich die meisten Analytiker, wie Freud selbst, auf ihre Notizen nach den Stunden. Auf diese Weise wird natürlich recht subjektiv das jeweils wichtig erscheinende Material festgehalten; auch wurden fast immer Verhalten und Äußerungen der Patienten und viel seltener die eigenen Reaktionen mitgeteilt.
Ebenso richtig bemerkt Geleerd, daß seit Anna Freuds „Einführung in die Technik der Kinderanalyse“ (erstmalig 1927, in erweiterter Form 1948 erschienen) kein Buch veröffentlicht wurde, in dem diese Technik, wie sie derzeit praktiziert wird, beschrieben ist. Obzwar A. Freuds Darstellung auch heute noch weitgehend Geltung hat, ja sogar die Grundlage der analytischen Kindertherapie jeder Schule bildet, wir