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Verf. untersuchte 326 Kranke mit Depressionen psychotischen Ausmaßes, die an der Psychiatrischen Universitäts-Klinik Zürich (Burghölzli) zwischen 1959 und 1963 stationär behandelt wurden, hinsichtlich folgender hauptsächlicher Merkmalsgruppen: Diagnose, Fertilität, Geburtsreihe, „Broken Home“, prämorbide Persönlichkeit, Ersterkrankungsalter, Phasenzahl, Phasen- und Intervalldauer sowie Depressionsauslösung. Zudem wurden die zugehörigen 2600 Eltern, Geschwister, Kinder und Ehepartner bezüglich ihrer psychiatrischen, insbesondere psychotischen Morbidität statistisch aufgenommen.
Hauptergebnisse der Daten Verrechnung sind: Rein depressive Psychosen (einphasisch oder periodisch) und Involutionsdepressionen (Ersterkrankung jenseits des 50. Altersjahres) unterscheiden sich in der Verwandtschaftsmorbidität und in sonstigen Merkmalkombinationen nicht. Die Hereditätsmorbidität dieser einheitlichen rein depressiven Krankengruppe weicht jedoch auffallend ab von der Verwandtschaftsmorbidität bei den manisch-depressiven Psychosen: bei rein Depressiven erkranken in der Verwandtschaft ersten Grades signifikant sehr viel mehr Frauen an Depressionen; die Angehörigen der Manisch-Depressiven lasseri ein allgemein höheres hereditäres Morbiditätsrisiko an der gleichen Psychoseform erkennen, jedoch ohne Bevorzugung eines physischen Geschlechts. Manisch-depressiv-scfozo-phrene Mischpsychosen weisen signifikant andersartige Diagnoseverteilungen unter den psychotischen Verwandten auf und bilden womöglich überhaupt keine Krankheitseinheit im angenommenen erbbiologischen Sinn.
Verf. anerkennt in vollem Umfang psychische Faktoren insbesondere bei der Phasenauslösung, und ist sich bewußt, daß Erkrankungshäufungen in der Verwandtschaft noch keine chromosomale Erblichkeit beweisen. Die charakteristischen methodischen Probleme, die eine Unterscheidung zwischen der chromosomalen und einer psychischen „Vererbung“ (Symptomtradition) aufwirft, werden nicht diskutiert, ebensowenig die Verfahren der Erheb