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So geläufig hüben die amerikanische Soziologie im Munde geführt wird, so unbekannt ist sie noch. Der Herausgeber bezieht diese Unkenntnis auf die „wirkliche Vielfalt soziologischer Vorstellungen in den USA“ und sieht seine Aufgabe darin, „in einem Sammelwerk die Vertreter verschiedener Positionen und Schulen vorzuführen“ (S. V). Ein bewußtes Kriterium der Auswahl ist daher die Streuung der theoretischen Positionen, ein weiteres die Modernität der Veröffentlichungen, wobei der Zeitraum von 1945 bis 1962 zugrundegelegt wird. Dies erklärt ein ungenanntes drittes Kriterium: die Abhandlungen finden Aufnahme, soweit sie bereits bezugsnotwendiger oder klassischer Bestandteil der inneramerikanischen soziologischen Diskussion und Ausbildung geworden sind. Diese ist es, die der Herausgeber in seiner Einführung wiedergibt und die er an die Stelle jener Unkenntnis zu setzen sucht. Der Einführung folgen die ausgewählten amerikanischen Aufsätze und Auszüge: eine methodische Abhandlung Lazarsfelds' Mertons Arbeiten über funktionale Analyse und über den „role-set“, Parsons' Formulierungen „Einige(r) Grundzüge der allgemeinen Theorie des Handelns“ und später (mit Bales) der „Prinzipien des Aktions-Systems“, Homans mit „Soziales Verhalten als