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Die vorliegende Arbeit ist ein Versuch, das Schulespiel psychoanalytisch zu untersuchen. Während das Doktorspiel oft von Psychoanalytikern erwähnt und betrachtet wurde, hat das ebenso verbreitete Schulespiel kaum Beachtung gefunden.
beschreibt die erste feststellbare Spieltätigkeit des Kleinkindes als eine Abwehr von Angst. Es ist das wohlbekannte Wegwerfen-Wiederfinden-Spiel des Kleinkindes in seinem Bettchen, welches das hinausgeworfene Spielzeug mit Freude wieder in Empfang nimmt. Freud hat das Spiel als Fortgehenlassen und Wiederkommenlassen der Mutter gedeutet. In diesem und in dem Guck-Guck-Spiel behält das Kind die Kontrolle über eine Situation, die es als unlustvoll kennengelernt hat, nämlich das Verschwinden der Mutter. Wenn der Erwachsene das Spiel zu realistisch treibt und für längere Zeit verschwindet als es das Kind ertragen kann, schlägt die Freude in übermäßige Angst um, und dann weigert sich das Kind manchmal für lange Zeit, sich mit den Eltern oder sonst einem Erwachsenen auf das Guck-Guck-Spiel einzulassen. Nach wiederholten Versuchen kann es sein, daß das Kind seine Angst verliert und die Beziehung wieder aufnimmt, während bei fortgesetzten Enttäuschungen seine Objektbeziehung gestört bleiben kann.
zeigt in seiner psychoanalytischen Spielinterpretation, daß die Spielcharakteristika eingebettet sind in die Ängste der Entwicklungsphasen, die für die jeweilige Periode spezifisch sind. In der analen Phase z. B. geht es um Beladen und Ausladen (der Lastwagen ist ein beliebtes Spielzeug), um Geben und Zurückhalten, Bauen mit Klötzchen, Lust am Schmieren und Pantschen usw. Darauf folgen in der phallisch-ödipalen Phase differenziertere Spielphantasien, die der Abwehr von Kastrationsfurcht dienen. Das Kind, das an seinem Teddybär seine Erlebnisse mit Zahnschmerzen darstellt, oder das einen Autounfall abreagiert, indem es aus phantasierten Zusammenstößen immer wieder heil hervorgeht, auch die Erlösen- und Retter-Spiele in der Zeit der Geschwisterrivalität s