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Das Buch enthält eine Reihe von Aufsätzen zum Thema Massenkommunikation aus der Sicht eines Psychologen. Die Beiträge haben zum Teil theoretischen Charakter, zum anderen sind sie formal-methodischer Natur bzw. bringen Nachweise für die Effektivität einer bereits früher entwickelten Methode für Kommunikationsstudien. In der folgenden Besprechung wird nur der theoretische Teil berücksichtigt.
Der Autor behandelt das Phänomen der Massenkommunikation, genauer die Rezeption des Kommunizierten, unter dem Gesichtspunkt des Spiels: Vom Subjekt her gesehen sei die Rezeption von Mitteilungen der Massenmedien primär Spiel im Sinne von zweckfreiem Amüsement. Diese zentrale These des Buches ist eindeutig gegen die Hauptrichtung der Massenkommunikationsforschung formuliert, die bisher der Frage nach dem—möglicherweise regressiven—Einfluß der Massenmedien auf die Menschen nachging und dabei als wichtigstes Ergebnis herausfand, daß jene Medien im wesentlichen stabilisierend auf bereits vorhandene Meinungen, Attitüden und Verhaltensweisen wirken.
Stephensons Ausführungen gründen in einer bestimmten, an Huizinga anknüpfenden Auffassung vom „Spiel“, das im Gegensatz zur „Arbeit“ als Sphäre des reinen Vergnügens charakterisiert wird. Im Spiel läßt sich der Einzelne allein von seinen spontanen Neigungen leiten, er kann seinen Launen und Einfällen freien Lauf lassen und braucht keinerlei ihm heteronome Zwecke in der Realität zu verfolgen. Deshalb, meint Stephenson, kommt der Einzelne hier zu sich selbst; er gewinnt im Spiel eine gewisse Freiheit gegenüber dem mächtigen Prinzip der „social control“, das in den Individuen die Einhaltung der grundlegenden sozialen Normen sichert und damit den Bestand der Gesellschaft garantiert. Gelegenheit zu jener lustvollen Erfahrung der eigenen Existenz bieten nach Stephenson heute vor allem die Massenmedien mit ihrem reichhaltigen Angebot an „Vergnügen“ und „Unterhaltung“.
Nun ermöglichen zweifellos die Massenmedien den Menschen in der nachliberalistische