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Der Autor will mit seiner Monographie dazu beitragen, „daß die Strafe in der Praxis seltener, und, wo sie notwendig erscheint, bewußter und erzieherisch sinnvoller angewandt wird“ (13). Nach wenigen einleitenden Seiten über die Vorstellungen des Altertums und des Mittelalters zum Thema gibt Scheibe eine Problemgeschichte pädagogischer Vorstellungen über die Strafe, eine Problemgeschichte, die in erster Linie der aufklärerischen Tradition, nicht aber der konservativen, Raum gibt, bis hin zu „Siegmund Freud“ (253) und der sozialistischen Straftheorie. Obgleich es sich um eine pädagogische Schrift handelt, ist der Autor bemüht, die Probleme in gesellschaftliche Zusammenhänge zu stellen. Prinzipiell gegen, insbesondere gegen körperliche Bestrafung eingestellt, fordert Scheibe doch Problembewußtsein von den Eltern; sie sollen erkennen, wann ein wenig Führung des Kindes mit Verzichts- und Auftragsstrafen notwendig ist. Mit Wachsenlassen allein sei es nicht getan. Das freundlich geschriebene Buch ist seit dem Ende des letzten Jahrhunderts die erste umfassende Monographie zum Thema.