You do not currently have permission to view the full text for this document. Please sign in to an account with an active subscription or contact support.
Zu den Erst- und Nachuntersuchungen unserer Patienten werden regelmäßig auch psychologische Testverfahren (meist Rorschach und Object-Relations-Technique) als diagnostische Hilfsmittel herangezogen. Ein solches Vorgehen ist bei klinisch-psychotherapeutischen Untersuchungen heute recht üblich geworden, aber man muß aus der Sicht der Psychoanalyse die kritische Frage aufwerfen, ob es wirklich auch nützlich, ja überhaupt sinnvoll sein kann, ob man nicht damit den Bereich des psychoanalytischen Denkens verlasse und zu einer nurmehr unspezifischen psychologischen Arbeitsweise übergehe.
Die Frage ist sicherlich berechtigt; allerdings enthält sie auch einige Annahmen, die nicht als eindeutig oder endgültig festgelegt betrachtet werden können1. Wir stellen hier die grundsätzlichen Probleme zurück und wollen uns mit der Frage und einer möglichen Weise ihrer Beantwortung in einem mehr pragmatischen Sinne beschäftigen. Zu diesem Zwecke mag es dienlich sein, wenn man sie in die beiden folgenden Teilaspekte aufgliedert:
Befunde aus psychodiagnostischen Testuntersuchungen sind für den Analytiker nur von sehr begrenztem Nutzen. Gibt es Möglichkeiten, dies zu ändern und aus Testuntersuchungen Aussagen zu gewinnen, die für die Entscheidungen des Analytikers im Umgang mit seinen Patienten eine echte Hilfe bedeuten könnten?
Es erscheint nicht sinnvoll, analysefremde Verfahren und Denkweisen in den analytischen Arbeitsbereich hereinzunehmen, weil eine Gefahr besteht, daß das eigentlich Analytische dadurch beeinträchtigt oder sogar geschädigt werden kann. Läßt sich dies vermeiden?
Eine im Wachsen begriffene Reihe von Arbeiten insbesondere amerikanischer und britischer Autoren, vor allem die von Rapaport (1946), Schafer (1948, 1954, 1967), Holt (1960), Phillipson (1955) und Schachtel (1967),