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In einer Umfrage, die Glover 1939 an 29 englische Psychoanalytiker richtete, um eine Übersicht der gebräuchlichen Behandlungstechniken zu erhalten, befindet sich in der Rubrik F „sozialer und familiärer Kontakt“ als 5. Punkt die Frage: „Kontakt mit der Familie: Interview. Haben Sie Gespräche mit Familienangehörigen a) mit oder b) ohne Wissen des Patienten?“ Die Auswertung der Antworten ergab: „Alle (angefragten Analytiker) sprechen, die meisten widerwillig, auf Wunsch des Patienten mit Familienangehörigen. Mit wenigen Ausnahmen (schwere Psychosen, Kinder) werden die Interviews im Einvernehmen mit dem Patienten arrangiert.“ (Glover, 1955, S. 322, von Referenten hervorgehoben.) Seit Glovers Veröffentlichung findet man in der Literatur nur spärliche Hinweise und selten Untersuchungen darüber, welche Auswirkungen die psychoanalytische Technik aus formalen Gründen, also durch ihr von der Grundregel bedingtes procedere, auf die Mitwelt des Patienten hat und welche Komplikationen sich ergeben, wenn Interviews mit Angehörigen erfolgen. Eine Ausnahme bildet die Übersicht über typische, auf die Analyse zurückzuführende Komplikationen durch Gottschalk und Whitman. Diese von innen nach außen oder umgekehrt entstehenden Nebeneffekte sind ebenso unbeabsichtigt wie antitherapeutisch. Sie kommen in der von Freud entwickelten Technik idealiter nicht vor. In der Praxis ergeben sich jedoch häufig Komplikationen, sei es, weil die Umwelt die psychoanalytische Situation mißversteht, sei es, weil der Patient sich nicht an die Grundregel hält. A. Freud hat eine feine Unterscheidung getroffen, die zeigt, in welcher Weise man die psychoanalytische Technik verstehen sollte: „Also nicht die Befolgung der analytischen Grundregel an und für sich, sondern der Kampf um die Befolgung der Grundregel ist das, worauf es uns ankommt.“ (A. Freud, 1937, S. 19.) Bei diesem Kampf sind Komplikationen alltäglich; sie sind der Normalfall.
Nimmt man die klassische Technik als idealen Maßstab, dann beantwortet