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Vom 22. bis 24. 3. 1968 fand in Berlin (West), Kongreßhalle, ein Symposium über psychische Störungen bei Studenten unter Leitung des Berichterstatters statt, veranstaltet von der Studentenberatung der Psychotherapeutischen Abteilung der Psychiatrischen und Neurologischen Klinik der Freien Universität Berlin (Direktor: Prof. Dr. H. Selbach) mit großzügiger Unterstützung durch BAYER-Leverkusen.
Nach der Begrüßung durch Selbach (Berlin) eröffnete Hallermann (Kiel) — langjähriger Vorsitzender des Deutschen Studentenwerkes — die Tagung, deren Zweck er in der Aufgabe sah, nach Mitteln und Wegen zu suchen, die seelische Gesundheit der Studenten zu fördern, aufgetretene Störungen möglichst früh zu erfassen, sie diagnostisch abzuklären, um sie wirkungsvoll behandeln zu können.
Der soziologische Aspekt wurde durch Ciaessens (Berlin) („Autorität, Motivation und Selbstwertgefühl: Probleme der Lebensorientierung und Lebensplanung in der neuen Generation“), Krüger (Berlin) („Die sozialen Bestimmungsgründe der studentischen Universitätskritik“) und Goldschmidt (Berlin) („Die objektive Studiensituation der Studierenden in der Bundesrepublik Deutschland als eine Stress-Situation“) dargestellt. Sie betonen die Besonderheit der Rolle des Studenten in der Gesellschaft (Statusinkonsistenz), das unterprivilegierte Erwachsensein, die Verunsicherung durch Rollenerwartungen etc. Dies bedeute z. B. auch, daß die psychischen Störungen der Studenten „vielleicht“ als eine „gesunde Reaktion auf die kranke Hochschule“ zu verstehen seien.
Fürstenau (Gießen) präzisierte hierzu („Über Beratung, Therapie und Erforschung sozial definierter Neurotikergruppen“), daß Reaktionen auf akut erfahrene Belastungen im soziokulturellen Feld eine pathognomonische Bedeutung nur dann erhalten, wenn sie mit spezifischen Bereitschaften der Person zusammentreffen. Erforderlich sei, das soziale System eigens zu untersuchen, zu der die studentische Rolle der Patienten als Strukturmoment gehört. Kontrollen würden sichern mü