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E. Glover, durch seine maßgeblichen Veröffentlichungen in psychoanalytischen Kreisen bestens bekannt, legt in diesem Buch eine zusammenfassende Betrachtung über die frühe Entwicklung des Ich nieder. Dabei ist er nicht nur kritisch gegen sich selbst, sondern auch gegen die Vorstellungen und Formulierungen anderer Autoren, die die Freudsche Metapsychologie neu interpretieren oder erweitern wollen. Auf Grund seiner langen Erfahrung und der persönlichen Verwurzelung in der ersten Analytikergeneration stellt er schon fast tabuierte psychoanalytische Begriffe, wie z. B. die konfliktfreie Sphäre des Ich von Hartmann usw. in Frage. Der ständige Vergleich von theoretischen Abstraktionen mit klinischen Fakten ist außerordentlich wohltuend und hebt sich von dem zum Teil übertriebenen modernen Trend nach methodologischer Klarheit ab, der bei aller Berechtigung oft ins Nichtssagende ausarten kann.
„Das Buch ist für diejenigen geschrieben, die sich der Mühe unterzogen haben, sich mit der Geschichte der frühen psychoanalytischen Theorie vertraut zu machen“ (Seite 14). Es verfolgt das Ziel, „die Kluft zwischen der funktionellen Phase einerseits und der organisierten Phase der Ich-Entwicklung, der vollen Objektwahrnehmung und der Überichbildung andererseits zu überbrücken“ (Seite 121). Glover versucht, diese Aufgabe mit der Fortführung seiner Theorie von den Ichkernen zu lösen. Der Referent wird mit allem Vorbehalt versuchen, das Gerüst dieser Auffassung für den Leser zu umreißen. „Das primitive Ich ist von Anbeginn ein Kompositum und besteht aus unabhängigen (autonomen) Ichkernen“ (Seite 19). „Die frühesten Ichtendenzen basieren auf Eindrücken, die aus den verschieden starken Erlebnissen zahlreicher einzelner Triebabkömmlinge stammen, mit anderen Worten, sie basieren auf frühen Erinnerungsspuren“ (Seite 20). „Die ersten Formen des Ich sind im wesentlichen Konglomerate (cluster formations), die nur locker miteinander verbunden sind“ (Seite 20). „Im Laufe der Zeit und auf den Spuren d