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Auf Grund klinischer Beobachtungen und nach Auswertung der vorliegenden Literatur wurde eine psychiatrische Untersuchung an Patienten mit einem Costen-Syndrom durchgeführt. Synonyme für die Bezeichnung dieses Krankheitsbildes sind: „pain-dysfunction syndrome of the temporo-mandibular joint“ und „Arthrosis deformans des Kiefergelenks“. In dieser Arbeit, einer Dissertation aus der Groninger psychiatrischen Klinik, wird die Bezeichnung Costen-Syndrom verwendet.
Ausgangspunkt war die Frage, inwiefern psychogene Faktoren bei der Entstehung eines Costen-Syndroms eine Rolle spielen. Der Verfasser bespricht nacheinander das Krankheitsbild, die Literatur, die psychologische Bedeutung des Mund- und Kauapparates, einige allgemeine psychodynamische, psychogenetische und psychopathologische Gesichtspunkte, die Psychopathologie, die Psychodynamik und die Beschwerden des Syndroms von Costen, die Unterlagen des Kieferorthopäden, wonach die eigene Untersuchungsmethode ausführlich beschrieben wird. Es folgen 13 Krankenberichte und danach ein Versuch der statistischen Verifikation der aufgestellten Hypothesen. Die Arbeit wird mit einigen kritischen Bemerkungen und den Ergebnissen der eigenen Untersuchungen abgeschlossen.
Der Verfasser hat sich folgende Fragen gestellt:
Weichen Patienten mit einem Costen-Syndrom in psychiatrischer Hinsicht von der Norm ab?
Wenn ja, welcher Art ist dann die Beziehung zwischen der psychischen Störung und dem Costen-Syndrom?
Sind die psychischen Abweichungen spezifisch, sind sie etwa auf Entwicklungsstörungen in der oralen Phase zurückzuführen?
Gibt es eine Beziehung zwischen der symbolisch-affektiven Bedeutung des Mundes mit den Kauwerkzeugen und dem Costen-Syndrom?
Sind vielleicht die Symptome des Costen-Syndroms symbolisch zu deuten?
41 Patientinnen und 22 Patienten mit Costen-Syndrom wurden mit entsprechender Kontrollgruppen verglichen. Für die statistische Auswertung wurde der χ2-Test benutzt.
Die Untersuchungen ergaben, daß 1.) Patienten mit einem Costen-Syn