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Die Autorin, eine Schülerin Jacques Lacans, befaßt sich in ihren Arbeiten in erster Linie mit theoretischen und praktischen Problemen, welche die Behandlung schwer gestörter, psychotischer oder geistig zurückgebliebener Kinder aufwirft. Im vorliegenden Buch illustriert M. Mannoni ihr Vorgehen an vier z. T. wörtlich referierten Behandlungsbruchstücken; zusammenfassend berichtet sie über Erfahrungen mit 21 Kindern.
In einer Diskussion mit den Anschauungen A. Freuds, E. H. Eriksons und M. Kleins begründet sie ausführlich ihre Divergenzen in theoretischer und praktischer Hinsicht: Die Kinderanalyse ist keine nach bestimmten Entwicklungsphasen sich richtende Erziehungslehre, als welche die Autorin A. Freuds frühere Ansichten interpretiert; die libidinösen Phasen entsprechen vielmehr, wie schon Abraham hervorhob, phantasierten Beziehungen zum Objekt. In seiner Nachfolge beschrieb M. Klein für bestimmte Phasen typische Angstsituationen im Zusammenhang mit bestimmten biographischen Ereignissen. Dazu gehören, und das ist nach Ansicht der Autorin das traumatisch Wirksame, bestimmte prägende Redensarten, die sich in der Wiederholung fixieren und zum Kristallisationspunkt signifikanter Beziehungsstörungen und bestimmter Familienmythen werden. Worte der Mutter sind insofern für das Kind verwirrend und schädigend, als sie ihm bestimmte Identifikationsmöglichkeiten anbieten oder verweigern. Der Analytiker ist somit konfrontiert mit der Beziehung des Patienten zu einer mit Worten verknüpften unbewußten Phantasiewelt, welche die Personen seiner familiären und sozialen Umwelt in einem für seine Symptomatik kennzeichnenden Zusammenspiel fixiert. In diesem sozialen Gefüge drängen die einer individuellen Stellungnahme entzogenen Phantasien wechselweise und stellvertretend zur Realisierung.
Dies ist der Grund, weshalb die Autorin eine nur auf das kranke Kind gerichtete Behandlung ablehnt. Die Einbeziehung, wenn möglich, beider Eltern ins analytische Gespräch, oft noch bevor das Kind ges