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Seit die Psychoanalyse so umfangreich wurde, daß es schwierig geworden ist, mit der Fachliteratur Schritt zu halten, sucht man nach zuverlässigen Büchern, die fortlaufend Beiträge von wissenschaftlichem Format enthalten und die wichtigen Entwicklungsrichtungen auf diesem Gebiet berücksichtigen. Mit dem 21. Jahresband von „The Psychoanalytic Study of the Child“ haben die Herausgeber sich wieder große Verdienste erworben. Er umfaßt zentrale theoretische Positionen wie Ichpsychologie und immer wieder interessierende Themen wie Träume und Urszenenerlebnisse und vermittelt dem Leser das Gefühl, daß die Entwicklungspsychologie weiterhin im Aufstieg begriffen ist und daß mit ihrer Hilfe neue Bereiche der Seele und des Verhaltens erschlossen werden können.
Der Band beginnt mit dem luziden historischen Überblick über die Kinderanalyse, den Anna Freud bei dem ersten Kongreß der American Association for Child Psychoanalysis gab. Wie die Artikel in dem Buch zeigen, wird man mehr und mehr gewahr, daß die Kinderanalyse neben der Erwachsenenanalyse ein gleichberechtigter Partner wird.
21 Artikel verteilen sich auf die folgenden Themen: Beiträge zur psychoanalytischen Theorie (K. R. Eissler, Martin Nass, Leo Spiegel und Martha Wolfenstein); klinische Beiträge (Marvin Ack, Stuart Asch, Gustav Bychowski, Phyllis Greenacre, Selrna Fraiberg, Harold Kolansky mit William T. Moore, Moses Laufer und Herbert Wieder); normale und pathologische Entwicklung (Selma Fraiberg mit Barry Siegel, und Ralph Gibson, James Kleeman, Humberto Nagera, Lili Peller und Helen Schur); diagnostische Profile (Dale Meers und Ruth Thomas u. a.); Pathobiographie (M. Katan). Eine angemessene Stellungnahme zu diesen Artikeln ist im Rahmen dieses kurzen Überblickes nicht möglich. Es mag genügen zu sagen, daß sich; zum Lernen und Lehren eine Fülle von klinischen Daten und Beobachtungsergebnissen in so verschiedenen Bereichen anbietet wie Schizophrenie, Affekte, Trauer und Depression, Wut, Übertragung bei Erwachsenen und