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Dechenes Veröffentlichung ist ein Versuch, die Bedeutung der Geschwisterkonstellation für die kindliche Genese im Bereich möglicher psychischer Fehlhaltungen und Fehlentwicklungen bis zu manifesten Neurosen aufzuzeigen.
Die 1965 als Dissertation verfaßte Arbeit gliedert sich in zwei Teile: Nach einer Einführung, die die Geschwisterforschung als „Stiefkind“ der Wissenschaft ausweist, setzt sich Dechene im ersten Hauptteil mit empirischen Befunden und theoretischen Aussagen zur Geschwisterbedeutung kritisch referierend auseinander; der zweite Hauptteil bringt die Darlegung einer eigenen experimentellen Untersuchung. Ausgehend von Mythen, Märchen und Bräuchen zeigt er die Sichtweise und Bedeutung der Geschwister-Beziehungen tiefenpsychologischer Forschungsrichtungen in den Lehren S. Freuds, A. Freuds, A. Adlers, C. G. Jungs, E. H. Eriksons, F. Alexanders, H. S. Sullivans und W. Tomans auf. Beiträge pädagogisch-psychologischer (Busemann, Remplein, Lotze, Gaupp, Zulliger), experimental-psychologischer (Hillinger, Koch, Vuyk) sowie klinisch-psychologischer (Gedda, v. Harnack, Baatz, Bonk, Dolto-Marette, Stark) Richtungen runden die Darstellung bisheriger Geschwister-Forschung ab.
Dieser theoretische Teil mit Beiträgen aus dem vorwissenschaftlichen und wissenschaftlichen Bereich, der dem Verf. als Ansatz und zur Präzisierung der Fragestellung zur eigenen Untersuchung dient, zeichnet sich durch systematischen Aufbau aus. Durch eine weitgehend chronologische Darstellung der einzelnen Befunde und Theorien und durch jeweilige Zusammenfassungen am Ende der verschiedenen Kapitel wird eine große Übersichtlichkeit erreicht. Der Leser wird so in optimaler Weise mit dem Hauptanliegen der Untersuchung vertraut gemacht, mit dem Aufspüren der pathogenen Bedeutung einzelner Faktoren der Geschwisterkonstellation.
Dechene standen an Material für seine Untersuchung Krankengeschichten der Psychosomatischen Beratungsstelle für Kinder von G. Biermann bei der Universitäts-Kinderpoliklinik in Münc