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1961 erschien das vorliegende Buch mit einem Vorwort von Jean-Paul Sartre in Paris. Seitdem hat die Schrift als „das kommunistische Manifest der antikolonialen Revolution“ einige Berühmtheit erlangt. Abgesehen von dem allgemeinen Interesse, das die Darstellung als politisches Pamphlet verdient, hat das Buch im Rahmen unserer fachlichen Diskussion einen zusätzlichen Informationswert: Der Verfasser hat von 1953 bis 1963 als Chefarzt die Psychiatrische Klinik in Blida-Joinville geleitet, und er hat ein Kapitel seiner Schrift den „psychischen Schäden im Kolonialkrieg“ gewidmet. Die Tatsache, daß der Verfasser Psychiater ist, tritt zwar auch an anderen Stellen seines Buches erkennbar hervor (bei verschiedenen Gedankengängen merkt man schnell, daß hier ein Betrachter an die Probleme herangegangen ist, der es gelernt hat, Vorgänge in ihrer Wirkung auf Individuen zu sehen); in dem genannten Kapitel kommt der Psychiater aber ex officio in einer Reihe von Krankengeschichten zu Wort: Impotenz bei einem Algerier infolge der Vergewaltigung seiner Frau—ungezielter Tötungsdrang bei einem Überlebenden einer Massenerschießung—angstbesetzte