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Der weite Anwendungsbereich der Psychoanalyse wird in diesem Buch durch die Arbeiten eines einzelnen Forschers repräsentiert, in denen in überzeugender Weise Medizin, Psychoanalyse und Psychologie vereint sind und gleichwohl jedes Fach für sich gekonnt vertreten ist. Die für die verschiedenen Disziplinen gefundene gemeinsame Sprache läßt einen deutlich psychologischen Akzent erkennen. Die Forschungen
der Psychoanalyse, der Psychologie und Psychiatrie sind gleichmäßig an den neuesten Stand herangeführt. Diese modernen Auffassungen dominieren, werden aber überall aus kritischer Distanz beleuchtet. Die Tendenz, Brücken zu schlagen, wird vom Interesse für das Experiment und eine ausgesprochene Neigung zum Systematisieren getragen. Die Klarheit des organisierenden Denkens ist bestechend und kommt besonders in der gut ausgewählten Zusammenstellung der vielen Arbeiten und ihrer Integration durch die gemeinsamen Bemühungen des Autors und seines Herausgebers zum Ausdruck.
Verständlicherweise ist es dem Ref. nicht möglich, diesen weiten Gesichtskreis nachzuzeichnen. Er kann nur versuchen, dem Leser Eindrücke zu vermitteln, um ihn zur eigenen Beschäftigung mit diesem Buch anzuregen. Formal haben die Autoren das Buch in fünf Abschnitte gegliedert. Es beginnt mit der Darstellung der grundlegenden psychoanalytischen Konzepte, die zum Teil breit angelegt sind und sich nicht nur an den Psychoanalytiker wenden, ganz analog der Überzeugung des Autors, daß „nach 50 Jahren Freuds Theorie der Persönlichkeit immer noch als die innerlich konsistenteste und zu einem umfassenden Verständnis brauchbarste anzusehen ist“ (Seite 5). Für den Psychoanalytiker aufschlußreich ist die systematische Darstellung mit ihren Verbindungen zur experimentellen und Gestaltpsychologie und die ständige Bemühung um klare Definitionen, die in vieler Hinsicht neuartige Akzente setzen. Die präzisen Formulierungen tragen zur Klärung eigener Vorstellungen bei und sind deshalb ein Gewinn. Dafür nur ein Beispiel: „Je