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Übersicht: Die wissenschaftliche Methodik der Psychoanalyse ist nicht mit der der exakten Naturwissenschaften identisch; die Biologie kommt ihr in der Komplexität des Beobachtungsfeldes am nächsten. Im Gegensatz etwa zur Physik versucht die Psychoanalyse, die Phänomene, mit denen sie umgeht, zunächst empathisch zu erfassen, sie identifikatorisch nachzuvollziehen und dann rational einzuordnen. Die Komplexität des psychoanalytischen Beobachtungsfeldes, die vielfältigen Bedeutungsgehalte psychischer Erscheinungen bedingen es, daß eine Isolierung von Einzelfaktoren, wie sie zur Herstellung experimenteller Voraussetzungen notwendig ist, die untersuchten Phänomene nachhaltig verändern kann. Psychoanalytische Forschung kann deshalb nur im Rahmen psychoanalytischer Theoriebildung gewürdigt werden.