You do not currently have permission to view the full text for this document. Please sign in to an account with an active subscription or contact support.
Von pädagogischer Seite wird hier der Versuch unternommen, Gedankengänge der Psychoanalyse für die Erziehungspraxis fruchtbar zu machen, wobei zunächst die vielfältigen und nicht immer glücklichen Beziehungen zwischen beiden Disziplinen in einem kurzen Abriß dargelegt werden. Bittner weist von Anfang an sehr deutlich auf die prinzipielle Schwierigkeit hin, „daß die Psychoanalyse ihrem Ursprung nach eine ärztliche und therapeutische Disziplin ist, deren Theoreme nicht ohne weiteres in dem so ganz anders gearteten erzieherischen Arbeitsbereich verwendbar sind“ (Seite 19). So erläutert er im theoretischen Abschnitt seines Buches jene Teile der psychoanalytischen Theorie, die den Pädagogen am unmittelbarsten betreffen: das psychoanalytische Entwicklungsmodell, die Frage der frühkindlichen Sexualität und den Sublimierungsbegriff, der für jede erzieherische Einflußnahme von größter Relevanz sein muß, sowie das Realitätsprinzip bzw. die Realitätsanpassung, die den Pädagogen (obschon er von anderen Voraussetzungen ausgeht) nicht minder beschäftigt als den behandelnden Psychoanalytiker. Mehr noch als die Kürze der Darstellung bringt es wohl der pädagogische Aspekt der Auswahl mit sich, daß die Schwerpunkte gegenüber den bekannten Einführungen in die psychoanalytische Theorie an manchen Stellen anders gesetzt, und daß die Schlußfolgerungen aus den