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Viele Psychoanalytiker betrachten Piagets Beobachtungen und seine Entwicklungstheorie
als nützlich für ihre eigenen Rekonstruktionen und direkten Beobachtungen des entstehenden kognitiven Objekts. Piaget sagt in seinem Vorwort: „Obwohl ich meines Wissens, was das Ausdenken von Hypothesen betrifft, ziemlich gut abschneide, habe ich im allgemeinen für deren Nachprüfung relativ schlechte Noten bekommen.“ Dies Bekenntnis deutet an, daß die Affinität zwischen der Psychoanalyse und der Genfer Schule der Psychologie noch andere als nur theoretische Aspekte hat. Sowohl Piaget selbst wie auch die Psychoanalyse werden daher die Veröffentlichung dieses Versuchs begrüßen, eine genügend große Zahl von Kindern im Alter von drei bis zwanzig Monaten zu beobachten, so daß eine statistische Auswertung möglich war, und beide könnten sich aufgerufen fühlen, nun ihre traditionelle Vorstellungskraft walten zu lassen und die wissenschaftliche Validierung zu übernehmen.
Es handelt sich um eine Querschnittsuntersuchung dreier Gruppen von Kindern, die von den eigenen Eltern, von Pflegeeltern oder in Institutionen aufgezogen wurden, mit dem Ziel, „die Korrelation zwischen der Entwicklung der Objektvorstellung und den Objektbeziehungen während der ersten zwei Lebensjahre“ festzustellen. So gilt das Interesse der Autorin der „Entstehung der Repräsentanz“ und ihres Nachweises während der schwierigen präverbalen Periode. Decarie benutzt Piagets fünfstufige Objektskala und eine neue „objektale Skala“, die von Spitz' Beobachtungen abgeleitet wurde.
Decaries Untersuchung von 90 Kindern bestätigt die Entwicklungsverläufe, die Piaget von seinen, sorgfältigen Beobachtungen dreier Kinder ableitete. Seine Unterscheidung zwischen „praktischen Gruppen“ und „Repräsentanz-Gruppen“, die durch ihr Verhalten bezüglich im Blickfeld nicht wahrgenommener Gegenstände charakterisiert sind (4. bzw. 6. Stadium), ist für die Psychoanalyse von großer Wichtigkeit. Das letztere Stadium wird erst mit 18 bis 20 Monaten erre