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Charles Socarides, ein in New York praktizierender Psychoanalytiker und Verfasser zahlreicher Aufsätze über Probleme der Homosexualität, liefert uns hier das erste, von nur einem psychoanalytischen Autor geschriebene Buch, das die männliche und weibliche Homosexualität behandelt. Es gliedert sich in vier Teile: Literaturübersicht, Theorie, Klinik, Therapie.
Für die Psychoanalyse ist die Homosexualität keine terra incognita mehr. Seit der Veröffentlichung von Freuds Drei Abhandlungen zur Sexualtheorie sind zu diesem Thema mehrere hundert psychoanalytische Arbeiten erschienen. Wir finden in der Literatur ausgedehnte Fallberichte und theoretische Erörterungen, und zahlreiche Autoren berichten über erfolgreiche psychoanalytische Behandlungen von Homosexuellen. (Bieber und Mitarbeiter, die 1962 eine systematische Studie über 106 psychoanalytisch behandelte männliche Homosexuelle veröffentlichten, gaben an, daß 27% ihrer Patienten infolge ihrer Psychoanalyse exklusiv heterosexuell wurden.) Socarides selbst trug auf dem letztjährigen Jahreskongreß der amerikanischen