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Ein Handbuch dieser Art und vor allem dieses Umfanges kann nicht in extenso besprochen werden, sondern soll dem Leser hinsichtlich seiner Konzeption und seiner Brauchbarkeit als Nachschlage- und Arbeitswerk vorgestellt werden. Dabei wird verständlicherweise der Akzent auf das den Leser dieser Zeitschrift Interessierende gelegt. Es besteht ohne Zweifel ein drängendes Bedürfnis nach einem Handbuch für Klinische Psychologie. Das Gebiet der Klinischen Psychologie ist so weit und so wenig definiert, daß eine Gesamtdarstellung für jeden Außenstehenden eine Orientierungshilfe ist, zum anderen nimmt die Zahl der im klinischen Bereich — von der Erziehungsberatungsstelle bis zur psychiatrischen Anstalt hin — tätigen Psychologen nicht nur in den USA, sondern auch in Europa von Jahr zu Jahr beträchtlich zu. Sowohl der „Klinische Psychologe“ als auch der Kliniker bedürfen einer Definition und Darstellung des Gegenstandsbereiches. Dabei ergibt sich sofort die Frage: Soll die Darstellung vorwiegend an der praktischen Notwendigkeit, also an dem, was Psychologe und Kliniker brauchen, orientiert sein oder soll eine möglichst vollkommene Darbietung auch aller theoretischen Modelle und Konzeptionen gegeben werden? Das vorliegende umfassende Werk versucht, beide Anliegen zu vereinen. Dies ist u. E. die kardinale Crux des ansonsten in seiner Anlage vortrefflichen Buches. Bei der Suche nach klärender Hilfe für ein Problem aus dem klinischen Alltag wird man sich nicht leicht tun, im Werke einen Lösungsansatz zu finden, es sei denn, man habe bereits eine präzise Vorstellung, unter welchem theoretischen Nenner diese Problematik erörtert sein könnte. So glauben wir denn, daß das Werk eines Ergänzungsbandes für die Praxis bedürfte.
Unter den 61 Autoren finden sich zahlreiche weit über die Grenzen der Vereinigten Staaten hinaus für das von ihnen vertretene Fach repräsentative Wissenschaftler. Sie geben jeweils in Kapiteln von 15 bis 35 Seiten ein relativ geschlossenes Bild des Gegenstandes und —