You do not currently have permission to view the full text for this document. Please sign in to an account with an active subscription or contact support.
In Weiterführung ihrer Arbeiten über die Psychotherapie der Psychosen, die sie besonders in „Dynamische Strukturierung in der Psychose“ niedergelegt hat, vermittelt uns die in Paris lebende Psychiatrin und Psychotherapeutin G. Pankow in ihrem neuen Buch einen unmittelbaren Einblick in ihre sehr persönliche Arbeitsweise an Hand von zwölf Behandlungsberichten. Eine außerordentliche Empathie ist der Schlüssel zu Erfolgen auch bei Kranken, die mehrfach früher erfolglos behandelt wurden und in einigen Fällen schwere Krankheitsbilder darboten. Man hätte eine eingehendere Untersuchung der Grenzen und der Beziehungen zwischen Empathie und Identifizierung und ihrer Funktionen begrüßt. Pankows Einfühlungsvermögen jedenfalls vermag an einigen Stellen unsere Bewunderung zu erregen. Das bedeutet nicht, daß man vom psychoanalytischen Standpunkt vorbehaltlos den Vorstellungen und dem Vorgehen der Verfasserin zustimmen könnte. Nimmt man jedoch die Behandlungserfolge als Kriterium, erscheint eine Konfrontierung mit den klassischen analytischen Konzepten unnötig, wenn nicht kleinlich.
Aber Pankow begnügt sich nicht mit der Darstellung der Krankheitsfälle und ihrer Behandlung. Sie beruft sich ausdrücklich auf die „dynamische Schichtdarstellung“ Freuds und die Psychoanalyse. Dabei erscheinen als das Umgreifende und Umfassende, in das ihre theoretischen Vorstellungen eingebettet sind, philosophische und daseinsanalytische Modelle. Es ist die Rede von der „Seinsweise“ des Geisteskranken, von „Daseinsweisen“, „Existenz“, von „dialogischem Gespräch zwischen