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Sh. Kreitler gibt auf mehr als 60 Seiten einen gedrängten Überblick über die Symbolliteratur und kommt zu dem Schluß, daß sich dort „keine nennenswerten Versuche“ finden, erlangte Einsichten experimentell nachzuprüfen. Ebenso fehlen (Silberers Ansätze hierzu sind eine Ausnahme) Versuche, Informationen und Verständnis vermittels experimenteller Methoden zu erlangen. Die Autorin entnahm dem Literaturüberblick ihre Arbeitshypothese (und der Leser wird, sofern er, einem Rate der Autorin folgend, die Lektüre ihres Buches mit Seite 63 beginnt, dieses Kapitel als Kompendium schätzen): „Vieles, das über die Genese des Symbols gesagt wurde, wie auch die Experimente Silberers weisen darauf hin, daß das Symbol nicht oder nicht immer plötzlich, gleichsam mit einem Schlag geschaffen oder erfaßt wird, sondern vielmehr das Produkt eines Prozesses ist, dessen Phasen oder Stufen möglicherweise die verschiedenen Kategorien sind“, in welche die unterschiedlichen Definitionen des Symbols in der Literatur eingeordnet werden können. Reiht man die gewonnenen Kategorien sinnvoll aneinander, so scheint sich so etwas wie eine „Zielkategorie“, die das Symbol im engsten Sinne meint, zu ergeben.
Die Untersuchungen wurden mit 41 Schizophrenen, 32 als prominent geltenden Künstlern und 31 gesunden Personen, welche weder im Beruf noch als Liebhaber künstlerisch sich betätigten, durchgeführt. Die Versuchspersonen erhielten vor den Versuchsreihen jeweils eine Instruktion, welche ihnen Freiheit ließ, innerhalb eines breiten Spektrums von Möglichkeiten zu antworten. In einem ersten Versuchsgang wurden 45 abstrakte Begriffe als Stimuli vorgelesen, welche in der Symbolliteratur häufig erwähnt sind und deren Symbolisation besonders reizvoll oder einfach schien. Bei der Sichtung des Reaktionsmaterials (7480 Antworten) ließen sich 10 Kategorien ermitteln, in welche mit vereinzelten Ausnahmen alle Antworten eingeordnet werden konnten. Solche Kategorien waren u. a.: lexikalische Erklärung, Einzelfall, Szene, D