You do not currently have permission to view the full text for this document. Please sign in to an account with an active subscription or contact support.
Übersicht: Zu der in der ganzen Welt diskutierten Frage der Auswirkung ungewöhnlicher Vernichtungstraumen auf die Persönlichkeit des Menschen wird aus einer israelischen Poliklinik ein klinischer Beitrag vorgelegt.
Nach einer „Latenzzeit“ treten bei vielen Opfern der faschistischen Verfolgung regressive Persönlichkeitsveränderungen auf (das sog. KZ-Syndrom). Es handelt sich um Folgeerscheinungen der schweren Traumen, die den Häftlingen der Vernichtungslager zugefügt wurden. Die Störungen lassen sich mit Hilfe der Konzepte Trauma und Wiederholungszwang interpretieren. Wie bei den Kriegsneurosen tritt die Kindheitsneurose im Bedingungszusammenhang der Krankheit zurück, beeinflußt aber den Modus des Erlebens und der Verarbeitung des Verfolgungstraumas.