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In einem historischen Beitrag2: „Nové archivni nálezy o détstvi Sigmunda Freuda v Pribore (Freiberg)“ veröffentlichen die Autoren, Prof. R. Gicklhorn (Wien), der Architekt F. Kalivoda und Dr. J. Sajner, Medizingeschichtier an der Universität Brünn, Tschechoslowakei, zum erstenmal die Geburtsurkunde Freuds. Eine Kopie dieses Dokuments fand sich im Katholischen Pfarramt von Freiberg, in dem die Geburtsurkunden der Angehörigen aller Glaubensbekenntnisse der Gemeinde aufbewahrt werden. Die Archive des Rabbinats verschwanden während der deutschen Besetzung. Der Artikel bringt auch noch weitere Illustrationen zu Freuds ersten Lebensjahren in Freiberg. Sein Geburtshaus steht noch fast unverändert.
In seiner Freud-Biographie erwähnt Ernest Jones das tschechische Kindermädchen, „eine alte, häßliche Kinderfrau“; Freud selbst erwähnt sie mehrfach als „die prähistorische Alte“. Angeblich war sie wegen Diebstahls entlassen worden oder gar ins Gefängnis gekommen, als Freud 2V2 Jahre alt war. Diese Kinderfrau nahm den kleinen Freud oft in die katholische Kirche mit, auf deren Hauptaltar eine Mutter-gottes-Statue steht, flankiert von zwei barocken Heiligen, Isidor und Wendelin. Es ist den Autoren gelungen, Namen und Identität dieser „prähistorischen Alten“ ausfindig zu machen. Sie hieß Monika Zajicova aus der Familie Zajic, den Besitzern des Hauses, im welchem die Familie Freud wohnte. Das Haus war seit vier Generationen im Besitz der Familie Zajic, die von jeher Schlosser waren. Die gegenwärtige Hausbesitzerin, Frau Vitezslava Balcárková, geb. Zajicova, erzählte, daß ihr Vater, Jan Zajic (), sich des kleinen Freud noch erinnert habe.
Das Archiv enthält auch einen Hinweis auf die Beschäftigung von Freuds Vater: er war Zwischenhändler in Talg, Hanf, Honig, Wolle und anderen Landesprodukten. Die Handels- und Aufenthaltserlaubnis wurde von den Behörden immer nur für kurze Zeit erteilt; sie mußte daher häufig erneuert werden. Dies dürfte nach Meinung des amerikanischen Berichterstatters