You do not currently have permission to view the full text for this document. Please sign in to an account with an active subscription or contact support.
Übersicht: Am Beispiel einer Gruppentherapie mit Studenten, die unter Arbeitsstörungen (Examensangst) litten, wird gezeigt, daß hinter der aktuellen Arbeitsstörung ungelöste ödipale Konflikte stehen. Der Autor glaubt, in den für die Psychodynamik der Prüfungssituation konstitutiven, typischen Schicksalen der Nachkriegskinder — geschlagene, ohnmächtige, abwesende Väter, die Autoritätskonflikten auswichen und eine „liberale“ Familienatmosphäre erzeugten — auch den Schlüssel zum psychologischen Verständnis der studentischen Protestbewegung in Händen zu Halten. Seine Deutungsformel für die Studentenrevolte lautet: die Söhne erzwingen die Manifestation des Vaterprinzips. Im Anschluß an Lacan sieht er im aggressionsauslö-senden Niedergang der Vaterimago eine der wichtigsten Determinanten der weltweiten studentischen Protestbewegung.