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Jacob A. Arlow: Unconscious Fantasy and Disturbances of Conscious Experience (Unbewußte Phantasie und Störungen der bewußten Wahrnehmung). Seite 1—27.
Unbewußte Phantasien entstammen ontogenetisch jener frühen psychischen Aktivität, in der bestimmte Wahrnehmungen bestimmten Triebwünschen und Bedürfnissen zugeordnet waren und zu Halluzinationen als ersten Denkvorgängen führten. Triebfixierungen beeinträchtigen die Ichintegration von Tagträumen, die durch Gegenbesetzungen bewußtseinsunfähig werden. Unbewußte Phantasien sind relativ strukturiert und dauerhaft; sie stehen insofern dem Sekundärprozeß nahe. Andererseits können sie mit starker, nach Abfuhr drängender Triebenergie besetzt sein und zeigen somit Merkmale des Primärprozesses, Ökonomisch gesehen stellen sie Kompensationen für eine nicht akzeptierte reale Versagung dar. — Unbewußte Phantasien weisen nicht nur die bekannten Beziehungen zu Symptombildungen, Fehlleistungen und zum Witz auf, sondern beeinflussen auch die Wahrnehmung. Wenn das Gleichgewicht zwischen. der Besetzungsenergie der abgewehrten Phantasie und der jeweiligen Gegenbesetzungsenergie des Ichs gestört wird, können die neutralisierten Ichfunktionen der Wahrnehmung und Realitätsprüfung beeinträchtigt werden, was zu Fehlwahrnehmungen, Verwirrung, Realitätsverlust, Identitätsstörungen und im Extremfall zu Halluzinationen führt. Diese Störung des Gleichgewichts tritt besonders dann ein, wenn eine Wahrnehmung oder eine erlebte Situation als Verwirklichung einer unbewußten Phantasie empfunden wird. In der Befolgung der Abstinenzregel bietet sich der Analytiker dem Patienten als Projektionsschirm an, auf dem die unbewußten Phantasien in der Übertragungsneurose manifest werden und vom Ich des Analysanden integriert werden können.
Jacob A. Arlow: Fantasy, Memory, and Reality Testing (Phantasie, Gedächtnis und Realitätsprüfung)*. Seite 28—51.
Diese Arbeit ist eine Variation über die Themen der vorigen. Bewußte Wahrnehmungen von außen und mehr oder weniger unbe