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Balints neuem Buch liegen drei größere, schon früher publizierte und jetzt wesentlich erweiterte Arbeiten zugrunde: „Die drei seelischen Bereiche“ (Psyche ), „Primärer Narzißmus und primäre Liebe“ (Jahrbuch der Psychoanalyse ) und „Der regredierte Patient und sein Analytiker“ (Psyche )**. Das zentrale Thema dieser Aufsätze wie des Buches ist der regredierte, tief gestörte Patient, dessen Leiden seinen Ursprung in der Grundstörung („basic fault“) hat. Wesentliches Merkmal dieser auf die präverbale Zeit der Zweipersonenbeziehung zurückgehenden Grundstörung ist ihre nichtkonfliktuöse, nichtkomplexhafte Natur (Seite 16). Die Grundstörung, ist deshalb nicht aus biologisch-triebhaftem Geschehen herzuleiten, sondern aus einer unzureichenden „psychologischen Fürsorge“ während „der frühen, formativen Phasen“. „Dadurch wird ein Mangelzustand geschaffen, dessen Konsequenzen und Nachwirkungen nur teilweise reversibel sein dürften. Die Ursache dieser frühen Diskrepanz kann kongenitaler Natur sein, z. B. können die biopsychologischen Bedürfnisse des Kindes zu anspruchsvoll … gewesen sein, oder auch auf Milieueinwirkungen beruhen, also z. B. auf ungenügende Fürsorge, auf mangelhafte, launenhafte, überängstliche, “over protective” … Behandlung zurückgehen“ (Seite 22). „Ein Triebbedürfnis ließe sich befriedigen, ein Konflikt sei eventuell zu lösen, die Grundstörung aber“, das ist Balints Erfahrung, „könne vielleicht nur dann geheilt werden, wenn die seinerzeit fehlenden Bestandteile gefunden würden. Selbst dann aber komme vielleicht nur eine Heilung mit Defekt, vergleichbar einer einfachen, schmerzlosen Narbenbildung, zustande“ (Seite 22).
Die Einstellung, die es der Mutter bzw. dem Analytiker (gegenüber dem tief regredierten Patienten) erlaubt, das zur Verfügung zu stellen, was zum Ausgleich dieser frühen Schädigungen notwendig ist, nennt Balint „primäre Liebe“. Sie ist gekennzeichnet durch eine Haltung, die es dem Patienten seinerseits gestattet, den Analytiker