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Übersicht: Anhand des Falles einer—psychoanalytisch vorgebildeten—Patientin, die sich durch eine Reihe von Abwehrmechanismen gegen freie Assoziationen zu Träumen schützte, erörtert der Autor die spezifische Bedeutung von Traum-Assoziationen im Vergleich zu Einfällen, die an anderes psychisches Material anknüpfen. Das gibt Anlaß zu einem Überblick über die Geschichte der freien Assoziation in der psychoanalytischen Tradition, wobei vor allem Äußerungen der heutigen Analytiker—soweit sie das Verfahren des freien Einfalls thematisiert haben—angeführt werden.
„Es gibt zwei Arten dieser Gedankenfolge oder dieses sich im Geiste abspielenden Denkens. Die erste ist ungesteuert, absichtslos und unbeständig. Ihr liegt kein leidenschaftlicher Gedanke zugrunde, der die folgenden auf sich selbst als Ziel oder Gegenstand eines Verlangens oder einer anderen Leidenschaft lenkte oder richtete. In diesem Falle sagt man, die Gedanken schweiften umher, und sie erscheinen zusammenhanglos, wie in einem Traum. So sind gewöhnlich die Gedanken von Menschen beschaffen, die nicht nur ohne Gesellschaft sind, sondern auch nichts zu tun haben. Aber selbst dann sind ihre Gedanken so geschäftig wie zu anderen Zeiten, aber ohne Harmonie, wie der Klang, den jemand auf einer ungestimmten Laute hervorbringen würde, oder einer, der nicht spielen kann, auf einer gestimmten. Aber selbst in diesem wilden Durcheinander des Geistes kann man oftmals den Weg der Gedanken und ihre gegenseitige Abhängigkeit erkennen. Denn was schiene in einem Gespräch über unseren gegenwärtigen Bürgerkrieg unangebrachter als zu fragen, wie dies einer tat: ‚Was war denn ein römischer Silberling wert?‘ Doch mir war der Zusammenhang deutlich genug. Denn der Gedanke an den Krieg führte zu dem Gedanken an die Auslieferung des Königs an die Feinde, das Denken daran erinnerte an die Auslieferung Christi, dieses an die dreißig Silberlinge, die der Lohn dieses Verrats waren, und daraus entstand leicht diese boshafte Frage, und zwar all d