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Nach dem Erscheinen des bereits referierten 1. Bandes über die Objektbeziehungen1 dürfte mit dem hier vorliegenden 2. Band des psycho-analytischen Lehrbuches—der (verstorbene) Autor selbst spricht von „oeuvres didactiques“—das Werk, etwa wie früher die Bücher von Fenichel, Menninger u. a., zur Pflichtlektüre der sich ausbildenden französischen Analytiker geworden sein, wobei sich die Leserschaft jedoch sicher nicht nur auf Anfänger beschränkt. Leicht dürften es die Leser allerdings nicht immer haben: etwas bombastisch-pastorale Sprache, chargierter Text und häufige Wiederholungen wirken auf die Lebendigkeit der Darstellung dämpfend und dürften auch dem sprachkundigen, deutschsprachigen Leser einige Mühe bereiten und ihn die Frage, ob das Buch einer Übersetzung wert sei, nicht ohne weiteres bejahen lassen, wenn er es etwa mit Greensons „Technique and Practice of Psycho-Analysis“ vergleicht. Sieht man jedoch von solchen mehr formalen Einwänden ab, so muß dieses Buch im ganzen als äußerst wertvoll und lesenswert empfohlen werden, nicht weil es gegenüber anderen und ähnlich konzipierten grundlegenden Werken erheblich Neues bringt, sondern weil aus ihm ein faszinierendes und überzeugendes Wissen und reiche Erfahrung spricht und der didaktische Anspruch sicher zum größten Teil erfüllt wird.
Alle Konzeptionen orientieren sich am Primat ich-psychologischer Erkenntnisse, und immer wieder, sowohl in metapsychologischen als auch in technischen Belangen, wird die Bedeutung ichstruktureller Faktoren unterstrichen und in den Vordergrund der Überlegungen gerückt.
Die „cure type“, also das Robotbild einer paradigmatischen, zum Teil auch stark idealisierten, analytischen Kur wird in einem ausgedehnten ersten Teil des Buches in präzisen Linien vorgezeichnet und insbesondere für die damit zusammenhängenden technischen Hinweise (Indikation, Grundregel, analytische Situation, Verlauf, Deutungstechnik usw.) benützt, manchmal allerdings in etwas dogmatischer Form, mit zu häufiger Verwendung