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Seit dem Ausbau der psychoanalytischen Ich-Psychologie zu einem Gesamtmodell der Persönlichkeit und der Postulierung einer primär autonomen, konfliktfreien Ich-Zone durch H. Hartmann ist ein Werk wie das von Plaget, das sich mit der frühkindlichen Entwicklung bzw. Reifung der Intelligenzfunktion beschäftigt, für die Psychoanalyse von höchstem Interesse. Die Arbelten des bedeutendsten europäischen Entwicklungspsychologen, des Genfers Piaget, stellen eine sinnvolle Ergänzung der Beiträge der Tiefenpsychologie zur seelischen Entwicklung, repräsentiert durch die Arbelten von Erikson und Spitz, dar. Der Verfasser behandelt im vorliegenden Buche Stadien der Intelligenzentwicklung von der Geburt bis in die Mitte des zweiten Lebensjahres. Methodologisch ist interessant, daß der Autor seine Anregungen und seine Erkenntnisse durch das früheste Verfahren der Entwicklungspsychologie gewonnen hat. Pigaet beobachtete nämlich, wie schon Darwin, Spencer, W. Stern und Soupin, seine eigenen drei Kinder und gewann daraus Anregungen und Erkenntnisse. Den Ausgangspunkt seiner Untersuchungen nennt Piaget selbst in der Einleitung das Biologische. Es geht dem Autor darum, Frühformen der Intelligenz in der Koordination von Wahrnehmung und Motorik, sensomotorische Intelligenz nachzuweisen. Zur Einteilung des Fortschritts benutzt er den in der französischen und amerikanischen Fachliteratur üblichen Ausdruck des Stadiums.