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Der vorliegende Band ist der vierte Bericht über ein von der Tavistock Clinic organisiertes Forschungsprojekt über das Verhalten von Tier und Säugling. Er be, ginnt mit ethologischen Untersuchungen über die Mutter-Kind-Beziehung bei Affen und Ratten und beschreibt im weiteren experimentelle Untersuchungen an Säuglingen und Kleinkindern. Diese Experimente sind mit großer Sorgfalt ausgedacht und dargestellt und geben Aufschluß über die verschiedenen Formen des Weinens im ersten Lebenshalbjahr und über das Verhalten von Einjährigen fremden Personen und einer fremden Umgebung gegenüber. Die unterschiedliche Weise, wie Mütter sich in den einzelnen Monaten des ersten Jahres ihrem Kind gegenüber verhalten, wurde an drei Mutter-Kind-Paaren untersucht. Beobachtungen an „Contergan-Kinder“ zeigen, daß auch Kinder ohne Arme sich anklammern. Untersuchungen über das Aufwachsen von Kindern in einer Institution, im Kibbutz und die Situation des einzigen oder jüngsten Kindes in einer Familie schließen sich an.
Experimentelle Untersuchungen an Kindern haben neben großen Vorteilen gewiß auch manche Nachteile, die jedoch schwer zu beschreiben sind. Man vermißt das Lebendige und die Tiefe der Betrachtungsweise, die in der Kinderanalyse und durch Rekonstruktionen in der Kinder- und Erwachsenenanalyse erreicht werden. Doch sind solche Untersuchungen wichtig, sofern die Methode nicht die Klarheit der Fragestellung überwuchert.