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Darstellungen der „Clinical Psychology“ sind im englischen Sprachbereich sehr häufig. Dieser Umstand wird durch die Vielzahl der klinischen Psychologen begünstigt; in den USA stellen die in klinischen Institutionen (psychiatrischen Kliniken und Anstalten, Einrichtungen der Kriegsveteranenversorgung etc.) und beratenden Stellen (child guidance clinics, marriage counseling clinics, mental hygiene clinics etc.) arbeitenden Psychologen das Hauptkontingent der Psychologen dar. So nimmt es denn nicht Wunder, daß eine Fülle von Literatur für Studierende und Praktiker produziert wird. Bei der Rezension eines englischen Buches über klinische Psychologie muß daher gefragt werden, ob es repräsentativ oder so eigenständig ist, daß die Besprechung gerechtfertigt ist. Das vorliegende Buch ist eigenständig in der Auffassung, repräsentativ für einen typisch angelsächsischen Aspekt der klinischen Betrachtungsweise und didaktisch ausgezeichnet angeordnet. Die beiden Verfasser sind als Hochschullehrer für klinische Psychologie an der Universität von Oregon (USA) tätig.
Das Buch ist in 4 Abschnitte und 22 Kapitel gegliedert. Der erste Abschnitt dient der Einleitung und Darlegung der zugrundeliegenden Konzeption. Und hier ist wiederum das allererste Kapitel „Patienten, Gesellschaft und Psychologen“ (in freier Übersetzung) überschrieben. Themen wie; Fakten, welche die Auswahl der Patienten bestimmen, Gemeinwesen und bevorzugte Störungen, Weg des Patienten durch die klinischen Einrichtungen (services) werden hier abgehandelt. Das Gesellschaftliche ist also dem Klinischen vorgeordnet, oder besser, das Klinische wird aus dem Gesellschaftlichen verstanden. Dies ist der erste eigenständige Aspekt dieses Buches.—Im 2. Kapitel über die zugrundeliegenden Theorien geht es zunächst um das Problem der Organisation der klinischen Erkenntnis. Wie soll das, was an empirischen (diagnostischen, therapeutischen und sozialen) Beobachtungen gesammelt ist, angeordnet werden? Dann wird gefragt, wie denn die A