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Dreizehn Jahre nach der kritischen Schrift von Christie und Jahoda erschien ein zweites größeres Satellitenbuch über die „Authoritarian Personality“. Die beiden Psychologen Kirscht und Dillehay haben rund 250 vorwiegend amerikanische sozialpsychologische Folgestudien zwischen 1956 und 1966, die in der Regel die F-Skala verwandten — kaum klinische und persönlichkeitstheoretische — über jenes klassische Werk, das sie als „Behemoth“ bezeichnen, ausgewertet. „Behemoth“ meint wohl vor allem: Vorsintflutliches Werk, das vom Standpunkt des Empirikers her ganz außerordentliche Probleme aufwarf, weil jener Zusammenhang zwischen Persönlichkeit und Verhalten so sehr viele Aspekte aufwies, die in der Regel nur getrennt untersucht werden. Bereits im Vorwort resümieren die Autoren: „Yet in spite of the critical guns trained on &The Authoritarian Personality, which time and again found their mark, Behemoth refused to keel over. Weak in evidence as it turned out to be, the book remained rich in conception and fertile in implication. Intolerably long, sprawling, and virtually unreadable as a totality, it proved bigger than the swarm of critical studies that one would have thought would destroy it. And evidence kept coming in that lent support to aspects of its underlying conceptions“ (VII f.).
Die Ergebnisse der einleuchtend geordneten und methodenkritisch dargestellten Studien bewegen Kirscht und Dillehay zur Ansicht, daß die Arbeiten, welche Autoritätsgebundenheit als „closed-minded cognitive functioning“ begreifen, am fruchtbarsten gewesen seien. Das sollte Anregung geben, zunächst das Verhältnis von Psychoanalyse und Sprache zu klären und auf dieser Basis die alte Konzeption, faschistisches Potential zu messen, besser zum Tragen zu bringen. Obzwar das Problem des Verhältnisses von Einstellung und Verhalten auch mit der Erledigung dieser Schritte nicht grundlegend geklärt sein wird, kann man mit dieser Strategie einer Kritik der „Authoritarian Personality“ gerecht