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Die zweibändige Sammlung enthält im ersten, allgemeinen Teil Beiträge zu den vielfältigen Aspekten der Sozialpsychiatrie; im zweiten Band findet man Untersuchungen und Diskussionen zu spezielleren Themen.
Petrilowitsch gibt in seiner Einleitung einen Überblick und geht besonders auf die sozialpsychiatrischen Aspekte der klinischen Psychiatrie ein. Auf diesem Gebiet sei es einmal der Zwang, die äußeren therapeutischen Bedingungen zu verbessern, zum anderen das Streben, auch die therapeutischen Leitvorstellungen zu modernisieren, gewesen, die den Anstoß zur Entwicklung neuer Fragestellungen gegeben haben. Er zitiert auch Häfner, der für die therapeutische Gemeinschaft und die demokratisierte Autorität und gegen konservative Stationsführung und anonyme Autorität plädiert. Andererseits meint Petrilowitsch, daß der Versuchung, im Rahmen der sozialpsychatrischen Tätigkeit fachideologische Vorentscheidungen zu treffen, Widerstand geleistet werden sollte. Eine andere Gefahr sieht er darin, daß ein Übermaß an sozialpsychatrischer Verstrickung des Kranken und eine Institutionalisierung seines Lebensweges seine Eigenständigkeit gefährden würden. Ebenfalls sollte man vermeiden, auf Grund des Behandlungserfolges sozialtherapeutischer Maßnahmen unmittelbar