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Die Reden und Schriften der faschistischen Agitatoren in Amerika sind im Laufe des letzten Jahrzehnts sozialwissenschaftlich eingehend untersucht worden. Die Ergebnisse einiger dieser Studien, die sich der Methode der qualitativen Analyse bedienten, werden in dem Buch Prophets of Deceit von L. Löwenthal und N. Guterman (1949) zusammenfassend dargestellt (vgl auch Löwenthal und Guterman, 1948).
Das Gesamtbild, das sich hierbei ergibt, ist durch zwei Hauptzüge gekennzeichnet. Der eine ist, daß sich, abgesehen von einigen Vorschlägen exzentrischer und durchaus negativer Art, wie der Verbringung von „aliens“ in Konzentrationslager und der Deportierung von Zionisten, die faschistische Propaganda in den Vereinigten Staaten kaum um konkrete, greifbare politische Probleme kümmerte Die Reden der Agitatoren sind in ihrer Mehrheit ad hominem gerichtet: sie beruhen offenkundig nicht auf der Absicht, durch rationales Aufstellen rationaler Ziele Anhänger zu gewinnen, sondern auf psychologischer Berechnung. Der Ausdruck „rabble rouser“ ist bei aller Anfechtbarkeit wegen seiner impliziten Verächtlichmachung der Massen insofern richtig, als er die Stimmung irrationaler, affektiver Aggressivität ausdrückt, die unsere Möchtegern-Hitlers bewußt fördern. Wenn es unverschämt ist, von Menschen als „rabble“ — Pöbel — zu reden, so ist andererseits der Zweck des Agitators eben der, sie zu Pöbel zu machen, nämlich zu Massen, die zu Gewaltaktionen ohne vernünftigen politischen Zweck bereit sind, und Pogromstimmung zu erzeugen. Der allgemeine Zweck dieser Agitatoren ist, das methodisch zu instigieren, was man seit Gustave Le Bons berühmtem Buch als die „Psychologie der Massen“ bezeichnet.
Der zweite Hauptzug ist, daß die Agitatoren durchaus systematisch vorgehen, nach einem fixierten Schema bestimmter Kunstgriffe und Techniken. Dies gilt nicht nur im Hinblick auf den politischen Endzweck, die Abschaffung der Demokratie durch Massenunterstützung gegen das demokratische Prinzip, sondern mehr noch f