You do not currently have permission to view the full text for this document. Please sign in to an account with an active subscription or contact support.
Der Verfasser will bewußt keine vollständige systematische Darstellung der seelischen Entwicklung im Kindes- und Jugendalter geben, sondern die Ergebnisse der modernen empirischen Forschung in Verbindung mit einer theoretischen Begriffsklärung innerhalb einzelner, allerdings repräsentativer Problemkreise darstellen. Dabei wird insbesondere die angelsächsische Literatur berücksichtigt. Gerade aber diese Position ist neuartig, notwendig und verdienstvoll, denn deutsche Gesamtdarstellungen der Entwicklungspsychologie basieren zumeist noch auf der dominierend deutschsprachigen Entwicklungspsychologie der zwanziger und dreißiger Jahre. Eine Ausnahme hiervon machen nur die psychoanalytische Darstellung der frühen Kindheit und die soziologischen bzw. sozialpsychologischen Arbeiten zur Kindheit und Jugend. Insoferne ist das vorliegende Werk für jeden, der sich über den gegenwärtigen internationalen Standard der Entwicklungspsychologie informieren will, von hohem Wert. Die vier geschilderten Hauptbereiche sind: 1. Allgemeine Ergebnisse der Entwicklungspsychologie; 2. die Entwicklung der Motivationen; 3. die Entwicklung der Werthaltungen (Attitudes); 4. die Entwicklung der kognitiven Funktionen. Im ersten Kapitel werden die endogene Steuerung von Entwicklungsvorgängen, also im engeren Sinne die Reifung (Maturation), Entwicklung als Differenzierung und Integration, Entwicklung als soziales Lernen und das Stufenmodell als heuristisches Prinzip in der Entwicklungspsychologie behandelt. Den Leser dieser Zeitschrift interessiert vor allem Entwicklung als;„oziales Lernen“. In diesem Unterkapitel werden sowohl lerntheoretische Aspekte als auch die der sog. Sozialisation und Akkulturation behandelt. Motivation definiert der Verfasser als eine Kraft, die den menschlichen oder tierischen Organismus aus dem Zustand der Passivität in den der Aktivität bringt. Als primäre Motivationskräfte nennt er Triebe, Bedürfnisse, darunter die physiologischen oder endogenen, wie Hunger und Drtst, Sch