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Anhand der Geschichte eines Patienten mit fixiertem Bluthochdruck werden die psychoanalytische Interpretation der Neurosen nach dem Schema gestörter Bildungsprozesse (Habermas) und die daraus hervorgegangene Strukturtheorie des psychischen Apparats vergegenwärtigt. Das Leiden des Patienten bestand in einer zwanghaft sich einstellenden, ichfremden, unbewußten Fehlinterpretation von Situationen, die an die unbewältigt gebliebene ödipale Autoritätssituation erinnerten. Nach der infantilen „Lösung“ des Ambivalenzkonflikts mit dem Vater durch projektive Externalisierung blieb der Konfliktbereich von späteren Reifungsprozessen des Ichs abgekapselt. Der Sinn der psychosomatischen Reaktion war die Herstellung einer permanenten Flucht- und Kampfbereitschaft, die der — infolge fehlerhafter Symbolisierung — mißdeuteten Situation entsprach. Die Korrektur der verzerrenden Symbolisierung wird durch das Wiederaufleben des infantilen Konflikts in der Übertragungssituation möglich.