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In kurzer und begrüßenswert einfacher Form gibt die Autorin einen Überblick über die z. Z. gebräuchlichsten bzw. bekanntesten Arten und Methoden der Verhaltenstherapie. Sie stellt die auch innerhalb der lerntheoretischen Begründung unterschiedlichen Auffassungen und Ansätze dar und reflektiert deren Gemeinsamkeiten und Diskrepanzen. „Die meisten der sogenannten verhaltenstherapeutischen Ansätze sind bei scheinbarer Einfachheit sehr komplex, und wer nicht Zeit hat, ihren Wurzeln nachzugehen, kann sie leicht in oberflächlicher und einseitiger Weise gebrauchen“ (S.7). Sie betont, daß man unter Verhaltenstherapie „keine relativ klar umschriebene therapeutische Einzeltechnik“ (S. 9) verstehen darf, wenn auch der gemeinsame Hintergrund die Lernpsychologie sei.
Sie zeigt 3 Ansätze lerntheoretischer Art in der Verhaltenstherapie:
„die Erklärung der Genese von Verhaltensstörungen durch Schwierigkeiten im Lernprozeß;
die Übersetzung von Begriffen, wie sie in der klassischen Psychotherapie üblich sind, in lernpsychologische Termini, und
die Heranziehung lernpsychologischer Gesetzmäßigkeiten beim Verlernen von unangepaßten Verhaltenswelsen bzw. beim Erlernen angepaßter Verhaltensweisen.“ (S. 11)
Als Vertreter dieser einzelnen Möglichkeiten werden zu 1. Salter und die russische Psychotherapie, zu 2. vor allem Dollard und Miller sowie Kanfer und zu 3. Dunlap, Wolpe, Eysenck und Skinner aufgeführt.
Wenn man von den oft implizit enthaltenen möglichen Ansatzpunkten zu psychoanalytischen Vorstellungen der 1. und letzten Gruppe einmal absieht, da sie von deren Vertretern i. a. auch nicht akzeptiert werden, so bleiben für die Psychoanalyse die „Übersetzungsversuche“ (S. 124) der 2. Gruppe als interessantes, aktuell wichtiges und weites Betätigungsfeld übrig. Vorausgesetzt, „Übersetzungen“ sind möglich, was zu prüfen wäre, entsteht die Frage, warum die schon einmal angelaufene Diskussion z. B. um das 1950 erschienene Werk von Dollard und Miller, „Personality and psychotherapy, an analysis