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Plügge entstammt der vielbeachteten Gruppe philosophierender und phänomenologisierender Neurologen, deren bekannteste Vertreter wohl Viktor von Weizsäcker und Erwin Strauss sind. In den 20er-Jahren beginnend, erklärten diese Forscher eine Anzahl neurologischer Symptome nicht mehr nur aus dem Bau des Nervensystems, sondern versuchten, die Leidenserscheinungen von der (im einheitlichen Akt) wahrnehmend-handelnden Person her zu begreifen. Psychoanalytisch gesprochen: Die seelische Persönlichkeit, genauer: das vorwiegend objektbezogene Ich sollte in die neurologische und internistische Medizin eingeführt werden.
In seiner jüngsten Studie geht es Plügge darum, bisherige Vorstellungen eines Körperschemas kritisch zurückzuweisen; statt dessen möchte er die Identität dieses gesuchten Ordnungsgebildes mit dem phänomenalen körperlich-leiblichen Spielraum der Person nachweisen. Dazu expliziert Plügge sein Verständnis von „Körper; und „Leib“ und vom Zusammenhalt beider. Psychoanalytisch gesehen stellt Plügge zwei Mischbegriffe auf, die je mehrere, divergente Erscheinungen in sich versammeln. Kennzeichnend daran ist die Negation der psycho-physischen Differenzen und ihre Vermischung mit inter- und intrasystemischen Unterscheidungen. Körper und Leib subsumieren etwa folgende differente Objekte: Organismus (Außenwelt) versus Körperich; esabkömmliche (ichfremde) versus ichsyntone Körperichanteile; mitbesetztes Körperichgefühl bei Objektbesetzung versus sekundärnarzisstische Körperichbesetzung; Innenleibordnung versus Gliederordnung.
Die Vermittlung von Körper und Leib geschieht in der „Ambiguité“, die als ein „zusammengelebtes“ In-einander-verwoben-Sein prinzipieller Art expliziert wird. Aus psychoanalytischer Sicht zerfällt diese Beziehung in verschiedene, im einzelnen definierbare Arten von Interdependenzen.
Der Psychoanalytiker wird sehr vieles gründlicher zu diskutieren begehren und in vielen Details dem Autor nicht folgen können. Ein Beispiel: Plügge ist „ratlos“ gegenüber dem Kö