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“Der Verfasser des Werkes hofft, mit den nachfolgenden Ausführungen eine bestehende Lücke im tiefenpsychologischen Schrifttum zumindest teilweise auszufüllen”, schreibt Schraml in seinem Vorwort. Er meint die Lücke zwischen schwer zugänglicher Fachliteratur und populärer tiefenpsychologischer Allgemeinliteratur, die nur zu leicht gerade dort verfälscht, wo sie zu verdeutlichen glaubt. Der Leser wird schnell herausfinden, daß dem Autor glänzend gelungen ist, was er anstrebt: eine systematische Einführung, die dem Pädagogen oder auch interessierten Eltern durch Einfachheit und Klarheit der Darstellung den Zugang zu einem komplexen und differenzierten Gedankengut ermöglicht. Aber auch der Fachmann wird gerne in dem Werk nachschlagen, das ihm besonders dann eine Hilfe sein wird, wenn er daran interessiert ist, über psychologische Probleme zu referieren.
Die Darstellung ist psychoanalytisch orientiert; daß sie sich dennoch “Einführung in die Tiefenpsychologie” nennt, mag ein Hinweis darauf sein, daß der Autor bemüht ist, auch andere Schulen objektiv darzustellen und ihnen ihren problemgeschichtlichen Ort zuzuweisen. Er tut dies vor allem im ersten Abschnitt seiner Arbeit, in welcher er die Problemgeschichte, die Methodik und das Grundmodell der “Tiefenpsychologie” darstellt.
Der zweite Abschnitt gibt einen Überblick über die psychoanalytische Entwicklungspsychologie und Persönlichkeitslehre, weitgehend orientiert an S. Freud, A. Freud, R. Spitz, E. Erikson und H. Hartmann.
Im dritten Abschnitt, der recht ausführlich auf die Problematik seelischer Störungen und ihrer Behandlung eingeht, veranschaulicht der Autor durch sorgfältig ausgewählte klinische Beispiele jedes einzelne Stück dargestellter Theorie.
Der letzte Abschnitt, “Tiefenpsychologie und Erziehung”, weist sich in seinem Hauptkapitel — erstmals auch in der Überschrift, “Probleme der psychoanalytischen Pädagogik” — als rein psychoanalytisch aus. Dieses Kapitel, für den Pädagogen sicher von besonderer Bedeutung, wünsch