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Der Autor versucht, an dem zeitlichen Ablauf eines Gespräches die Technik des Gesprächsführung aufzuzeigen. Daß die Darstellung der psychodynamischen Situationen und Abläufe innerhalb eines Gesprächs sehr differenziert und schwierig ist, weiß jeder, der damit nur ein wenig in Berührung gekommen ist. Dennoch hat sich der Autor seine Aufgabe etwas zu leicht gemacht, und man legt das Bändchen am Ende der Lektüre enttäuscht wieder aus der Hand.
Am Anfang behandelt er sehr, um nicht zu sagen, zu ausführlich die technischen Einzelheiten (Zimmereinrichtung, Empfang und Verabschieden des Patienten usw.), so daß man annehmen muß, er rechne mit einer recht unbeholfenen Leserschaft. Andere Einzelheiten (Händedruck, Schweigen, Schreien, Angst), die im Zusammenhang eines dynamischen Ablaufs wichtig sein könnten, werden herausgepflückt und ohne Benennen ihres Stellenwertes — denn das ist nun nicht mehr möglich — abgehandelt. Ebenso geht der Verfasser mit wichtigen pychoanalytischen Kategorien und Begriffen um. Er stellt einfach fest, daß es z. B. Übertragung, Gegenübertragung, Wiederholungszwang und Abwehrmechanismen gibt. Welche Bedeutung ihr Auftreten in einer bestimmten Situation (dem Gespräch) für die Diagnose bzw. das Verstehen des Patienten haben kann, was man aus einer bestimmten Kombination von Übertragung, Gegenübertragung, Abwehr, äußerem Verhalten usw. sowohl des Patienten als auch des Gesprächsleiters alles entwickeln und noch während des Gesprächs ausarbeiten kann, wird überhaupt nicht angesprochen, es wird nicht einmal gesagt, daß es möglich ist.